Tough Guy 2014 - Kriechen, Tauchen, Schwimmen, Klettern, ...

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Januar 2014 - Freie Presse schreibt ...

Tough Guy Race 2014
Stollberger jetzt ein "Harter Kerl"


Wie viele tausend Starter hat sich Extremsportler Jens Fritzsch auch dem Tough-Guy-Race im englischen Wolverhampton gestellt. Die 15 Kilometer lange "Tort(o)ur" bezeichnete er hinterher als verrücke Abwechslung.
Wolverhampton - Schlamm. Hänge, Tunnel, Palisaden, Netze, Gräben, Röhren, ein unter Strom gesetzter Bunker, Feuerhindernisse und Stacheldraht haben Jens Fritzsch alles abverlangt. Denn diese Hindernisse türmten sich vor dem Stollberger beim Tough-Guy-Race in Wolverhampton auf. Seit 1987 lockt das "härteste Rennen der Welt" Wagemutigeaus Europa und darüber hinaus auf die Insel. Vor allem weicher Boden, eisiger wind und 5 Grad Celsius kaltes Wassermachen am Sonntag allen zu schaffen. "In der Wüste von Chile kam es eher auf Ausdauer an, die 100 Meilen im Yukon oder der Polarkreismarathon haben durch die Kälte ihren eigenen Charackter. Ich wollte Abwechslung haben", erklärt der 45-Jährige, warum er sich jetzt mit Startnummer 5222 an ein neues Experiment wagte. "Am Vortag habe ich mir die Prüfungen angeschaut und hatte da schon meine Bedenken", so der Stollberger, der allerdings erkennen musste: "Die Sektionen waren so angeordnet, dass man sich langsam rangetastet hat. Die Hindernisse wurden immer höher. Die Krönung war dann das sogenannte Killing-Field, welches selbst noch einmal aus 27 Prüfungen bestand." Zunächst musste sich Fritzsch aber erst einmal auf einer 12 Kilometer langen, mit unzähligen Hürden gespickte Strecke beweisen. "Dürchgängig ging es durch etwa 20 Zentimeter tiefen Schlamm. Zudem war die komplette Strecke an einen Hang gelegt. Es ging immer hoch und runter. Dann mussteman mehrmals in einen teils bis zu einem anderthalb Meter tiefen Wassergraben steigen. Der wurde - wie alle Prüfungen - von Marshalls kontrolliert", so Fritzsch.Auch wenn es stellenweise nur krichend vorwärtsging, habe sich das riesige Feld von mehr als 2500 Startern auf der 15-Kilometer-Distanz schnell entzerrt."Auffällig war, dass sich die Teilnehmer gegenseitig geholfen haben. Mich hat einmal jemand aus dem Schlamm gezogen, dafür habe ich jemand anderes vor mir über ein Hindernis geholfen", erzählt der Stollberger, der sichmit Knie- und Ellenbogenschützern ausgerüstet hatte. "Die haben sich bewährt. In einigen Abschnitten musste man schwimmen, was in voller Monturfür mich eine neue Erfahrung gewesen ist",sagte Fritzsch, der vor allem das Abtauchen, das Krichen unterm Stacheldraht sowie in einem Bunker, in dem Elektrodrähte von der Decke hingen, als größte Herausvorderung betrachtete. Nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden erreichte er auf Gesamtplatz 1595 das Ziel. "Den Spass war es auf jeden Fall wert, auch wenn ich die Kleidung gleich vor Ort entsorgt habe und mich im Schlafsack gehörig aufwärmen musste", so Fritzsch. Er plant schon das nächste Projekt: "Es soll in richtung Motorsport gehen."




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