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Presseberichte über J. Fritzsch


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29. Januar 1997 BLICK schreibt ...

Knallhart: 8518 km durch Afrika - Jens Fritzsch´s Suzuki explodierte

Rallye-Träume enden im Wüstensand
Stollberg (HPK). Traurig, aber wahr. Schon am zweiten Tag der Rallye Dakar - Agades - Dakar mußte der 28jährige Stollberger Jens Fritzsch, einziger ostdeutscher Teilnehmer an der härtesten Rallye der Welt, am 6. Januar seine Hoffnungen im afrikanischen Sand begraben. Seine Maschine mit der Startnummer 118, eine Suzuki DR 750, mit der er sich in die Experimental-Klasse eingeschrieben hatte, explodierte nach einer Kollision mit dem Toyota-Jeep und verbrannte fast vollständig. Die "Paris-Dakar", die in diesem Jahr ausschließlich auf dem afrikanischen Kontinent als "Dakar- Akades - Dakar" ausgetragen wurde, führte 138 Kradfahrer, 110 PKW- und 36 LKW-Teams durch Senegal, Mauretanien, Mali und Niger. 15 Etappen, teils Wüste teils Zahel-Steppe, waren zu absolvieren. 2000 Helfer und eine ganze Flotte von Flugzeugen, Hubschraubern und Service-LKW, begleiteten das Dacary `97-Spektakel. Nur zehn Kilometer, nachdem Rennchef Hubert Oriol den Erzgebirger im senegalesischen Dakar auf die Reise schickte, verlor Fritzsch den Auspuff. 30 Minuten Zeitverlust, das Teil in den Rucksack - und weiter ging es. "Die Maschine lief wie ein Uhrwerk, nur etwas lauter," erinnert sich der Pechvogel. Die letzten 20 Kilometer mußte Frisch in völliger Dunkelheit fahren. Im Biwak am ersten Etappenort, Tambacounda, ließ er den Auspuff wieder schweißen, wechselte die Verschleißteile und ging am nächsten Morgen nach wenigen Stunden Schlaf auf die nächste Etappe. ...




Januar 1997 Freie Presse schreibt …

Rallye-Träume vorerst im Wüstensand begraben

Stollberger als einziger Ostdeutscher bei legendärem Rennen – Vorzeitiges Aus
Mehr als unglücklich endete vor wenigen Tagen für den Stollberger Jens Fritzsch, einziger Teilnehmer aus den neuen Bundesländern, das Debüt bei der härtesten Rallye der Welt, der „Dacary ´97“. Schon auf der zweiten Etappe auf dem Weg von Tambacounda (Senegal) nach Kayes (Mali) explodierte seine Suzuki DR 750, nachdem das Motorrad bei einer kleinen Reparatur neben der Piste von einem Toyota gerammt worden war. Die Maschine brannte völlig aus. Damit musste der 28jährige Ex-Motor-Cross-Pilot und Hobby-Marathon-Läufer schon nach 714 von 8518 Kilometern Gesamtdistanz seine Hoffnungen im afrikanischen Wüstensand begraben.
Die Rallye „Paris-Dakar“ wurde in diesem Jahr mit der geänderten Streckenführung „Dakar-Agades-Dakar“ ausgetragen und führte damit ausschließlich durch afrikanische Länder. Je zur Hälfte Wüste und Sahel-Zone in Mali, Niger, Mauretanien und Senegal lagen vor den 138 Motorradpiloten.
Nur zehn Kilometer nachdem Jens Fritzsch am 4. Januar in Dakar gestartet war, verlor seine Suzuki mit der Startnummer 118 den Auspuff. Doch für einen hartgesottenen Rallye-Piloten kein Problem. „Das Rohr kam in den Rucksack. Die restlichen 550 Kilometer fuhr ich ohne weiter – nur eben etwas lautstarker.“ Schlimmer seinen die 30 Minuten Zeitverlust gewesen, so Fritzsch. Die letzten 20 Kilometer der Etappe mußte er sich in völliger Dunkelheit und nur auf das Satelliten-Navigationssystem vertrauend orientieren. „Die halbe Nacht ging im Biwak drauf mit Schrauben und Auspuff scheißen“, erinnerte sich der gelernte Gärtner, der normalerweise in luftiger Höhe arbeitet, wo er Hochspannungsmasten den Korrosionsschutz verpasst.
Start für die zweite Etappe war in Tambacounda. In Kayes kam Jens Fritzsch nicht mehr an, obwohl er bereits mehrere Konkurrenten überholt hatte und in aussichtsreicher Position fuhr. „In dem Moment, wenn die später gestarteten Autos mit über 200 Sachen an uns Motorradpiloten vorbeiziehen, fährst du wie im totalen Blindflug. Anhalten kostet zuviel Zeit“, erläutert der Stollberger.
Als der Franzose Jean-Louis Schlesser mit seinem Buggy den Sachsen am Kilometer 154 überholte, konnte Fritzsch , in der Sandwolke fahrend, das Roadbook auf seinem Lenker nicht mehr sehen, verpasste die Abzweigung und fuhr mit Vollgas geradewegs in eine Senke. Bei dem Sturz kam die Vorderradbremse der Maschine zu Schaden. Auch das war an sich kein Problem. Nur kurze Zeit brauchte der Profi für die Reparatur einen Meter neben der ausgefahrenen Piste. Fritzsch packte gerade das Werkzeug zusammen, da knallte hinter ihm der Jeep der Franzosen Gelle Serinet und Jean-Claude Fabre voll in seine Maschine. Die Suzuki wurde 20 Meter weggeschleudert und ging in Flammen auf. Ausgelöscht waren alle Träume.
Mehrere Stunden musste Jens Fritzsch auf den „Lumpensammler“ warten, der ihn allein, ohne sein Motorrad, ans Ziel brachte. Trotzdem ist für Jens Fritzsch klar: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei, dann aber wahrscheinlich mit einer Yamaha.“




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