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Januar 2004 Freie Presse schreibt ...

Jens Fritzsch aus Stollberg nimmt an Marathonläufe und Rallyes der härtesten Art teil Hunderte Kilometer bewältigt der 35-Jährige zu Fuß, tausende mit dem Motorrad

Von Jeannine Naumann

Mit suchendem Blick kommt eine ältere Frau hinter dem Transporter hervor. Sag mal, kannst du dir nicht mal die S 51 von meinem Enkel anschauen? Irgendetwas stimmt mit dem Moped nicht, sagt sie zu J. Fritzsch, der in seiner Garage an einer Crossmaschine werkelt. Der junge Mann blickt auf. Ohne zu zögern antwortet er: Na klar. Oh, freut sich die Frau, das ist schön.

Sie kennt Jens Fritzsch, den Extremsportler, wie beinahe jeder hier im erzgebirgischen Städtchen Stollberg. Marathonläufe und Rallyesport sind seine Leidenschaften. Keine Strecke ist ihm zu lang, auch nicht, um dorthin zu kommen, wo die großen Rennen stattfinden. Fritzsch hat beinahe alle großen Marathonläufe dieser Welt bestritten, sei es auf zwei Beinen oder zwei Rädern. Hunderte Kilometer zu Fuß und tausende mit dem Motorrad, sei es durch Wüsten oder über Berge. Jede Reise ist sowohl Abenteuer als auch Höchstleistung. Jüngstes Beispiel: sein Trip nach Indien im vergangenen Jahr. Der Welt aufs Dach zu laufen, das war das Ziel des 35-Jährigen, als er sich in die Provinz Darjeeling im Nordosten Indiens aufmachte. Der Stollberger hatte sich für den Himalayan 100 Mile Stage Race angemeldet, einem lauf, bei dem 170 Km in fünf Tagesetappen zu bewältigen sind. 55 Sportler aus 13 verschiedenen Ländern gingen an den Start. J. Fritzsch war der einzige Deutsche wie so oft bei solchen Langstreckenläufen. Er kam als 19. ins Ziel. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, meint der Sachse. Schließlich hatte er ein Handicap. Während der fünf Etappen schleppte er seinen zehn Kilogramm schweren Rucksack mit sich. Er gab ihn nicht aus der Hand, weil seine Reisetasche, die er in Frankfurt am Main eincheckte, nicht in Indien ankam. 2 Wochen lebte er deshalb aus dem Handgepäck. Auf Kleidung zum Wechseln musste er verzichten. 38Km und einen Höhenunterschied von 3000 Metern bewältigte der Erzgebirger am ersten Tag im Hochgebirge. Nach acht Stunden und 41 Minuten erreichte er das Etappenziel. Völlig geschafft. Sein Puls brauchte 2 Stunden, um sich zu akklimatisieren. Der erste sollte der härteste der fünf Tagesabschnitte werden. Es ging nicht enden wollende Geröllstrecken nach oben, erzählt der Profi, die Luft wurde immer dünner. Pro Schritt musste ich einen Atemzug nehmen. Der zweite Renntag entschädigte ihn für die Strapazen am ersten. Der Sportler genoss die Aussicht auf einen Teil des Himalaya-Massivs. Lediglich die Mt. Everest-Spitze war im Nebel verhüllt. Beim Sonnenuntergang gab es herrliche Lichtspiele, schildert er. Die Landschaft zu genießen war auch vor rund sieben Jahren der ausschlaggebende Punkt, warum der Stollberger mit dem laufen anfing. Der Marathonlauf ergänze darin seinen zweiten Faible, den Rallyesport. Hierbei kann er die Natur nicht bewundern, sondern muss sich zu 100 Prozent auf das Rennen konzentrieren.

Auch bei der Rallye bevorzugt der Stollberger die Langstrecke. Enduro de Touquet, Master Rallye und Baja Espana sind nur einige Marathonläufe , bei denen der Extremsportler Gas gab. Im Juni will Fritzsch mit seiner Hona XR 650 R in Marokko starten. Für den nächsten Marathonlauf hat er auch schon Pläne. Er möchte in diesem Jahr den Death-Valley-Lauf mit 220 Kilometern am Stück meistern. Für den 35-Jährigen kein Problem, hat er schon ähnliche Marathonläufe durchgestanden, zum Beispiel den Marathon des Sables, den weltgrößten Wüsten Marathonlauf, oder den Dessert Cup in Jordanien, bei dem er 168 Km ohne Pause lief. Nach 52 Stunden kam er durchs Zieltor. Wie er das schafft? Die Kraft muss bis zum Ende reichen, aber die Reserven müssen dann aufgebraucht sein, verrät er. Das Kochgeschirr hat der Profi bei einem solchen Ultra Marathon immer dabei. Noch im Laufen sucht er sich Äste und Zweige zusammen, mit denen er dann Feuer macht. Die Zeit, die er fürs Kochen braucht, hole er wieder auf, eben weil er was ordentliches im Magen habe. Erfahrungswerte, sagt er. Mit dem Gewicht von ds75 Kilogramm bei einer Größe von 1,82 Metern unterscheide er sich von anderen Läufern. Die meisten bringen gerade mal 45 Kilogramm auf die Waage, erzählt er. Doch der Extremsportler brauche etwas mehr auf den Rippen, sonst hätte er keine Kraft, bei einer Rallye den ganzen Tag sein Motorrad zu beherrschen.

Mehrere tausend Kilometer durch den Sand oder über Hügel zu düsen, ist kein Pappenstiel und auch nicht ungefährlich. Bei der Rallye of Egypt ist der Pilot mit seiner Maschine am zweiten Renntag in einen ausgetrockneten Flusslauf reingeknallt. Fazit: Zwei Rippen angebrochen, Knöchel und Handgelenk verstaucht. Trotzdem bin ich am achten Tag ins Ziel gefahren, meint Fritzsch stolz. Lediglich einmal musste er ein Rennen abbrechen, nämlich als ihm 1997 seine Maschine bei der Rallye Dakar ausbrannte, weil ihm ein anderer Teilnehmer reinfuhr. Er selbst kam mit einem blauen Auge davon. Andere Sportler hatten bei solchen und ähnlichen Situationen weniger Glück. Der 71-jährigen Mutter von Jens wäre es deshalb lieber, ihr Sohn würde ein paar Gänge zurückschrauben. Für die Richtige würde der Stollberger das auch tun. Schließlich habe er sich beinahe alle seine Ziele erfüllt, was die sportliche Laufbahn angeht, sagt er. Doch leider habe ich meine Traumfrau noch nicht gefunden, bedauert der Athlet, der in seiner Freizeit auch lieber zu Fuß als mit dem Fahrzeug unterwegs ist.

Fremdgegangen sei er bisher einmal. Ich wollte was Neues ausprobieren, begründet er die Teilnahme am Wasalauf einem Skilanglauf in Schweden. Er merkte jedoch sehr bald, dass die Sportart ihn nicht begeistert. Seine Schwester Katrin überredete ihn, beim Wasalauf mitzumachen. Nicht nur, dass die 34-Jährige, die in Frankfurt am Main lebt und arbeitet, den Bruder bei seinen Hobbys unterstützt. Nein, sie zieht auch selbst gern einmal die Laufschuhe an, so zum Beispiel bei dem Swiss Alpine Marathon, dem größten Berg Marathonlauf der Welt. Dann sprinten Bruder und Schwester gemeinsam die rund 42Km lange Strecke und überwinden im Team den Höhenunterschied von knapp 2000 Metern. Hoch hinaus ging es bei Fritzsch im vergangenen Jahr auch beruflich. Der gelernte Gärtner strich Hochleistungsmasten. Derzeit ist er arbeitslos. Auf die Frage, wie er sich seine kostspieligen Hobbys finanziert, weicht er aus. Er fabuliert lieber von neuen Abenteuern auf Reisen von den Menschen, denen er begegnete, von Insekten, die nachts in den Schlafsack krochen oder von technischen Details seines Motorrads. Auch erinnert er sich gern an die Zeit zurück, als alles begann. Sein Vater schenkte ihm Anfang der 80er Jahre seine erste Crossmaschine. Bereits zu DDR-Zeiten nahm der aus Stollberg kommende Extremsportler an Rennen teil, 1997 allerdings das erste Mal bei einer Langstreckenrallye.


Marathonlauf und Motaorradrallye Sport
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