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Presseberichte über Langstreckenrallye


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März 2002 „Top Speed“ schreibt ...

„Enduro Le Touquet“, das größe Strandrennen der Welt

Nachdem ich im Jahr 1998 mein Debüt beim Strandrennen in Le Touquet gab und 1999 wegen gesundheitlicher Probleme nicht an den Start gehen konnte, war es jetzt wieder soweit. Mein Mechaniker Ronny Günther und ich machten uns am Donnerstag, den 24. Februar auf den Weg ins ca. 1000 km entfernte Küstenstädtchen Le Touquet. Das Rennen fand am Sonntag statt, am Sonnabend die technische und administrative Abnahme. Am Freitag nahmen wir noch einige spezielle Tests unter diesen Bedingungen vor. Die Maschine wurde gerade noch rechtzeitig fertig. Die vergangenen Wochen hatte ich sie entsprechend den speziellen Erfordernissen aufgebaut.
Zur Veranstaltung hatten sich wieder ca. 1000 Rallyefahrer in die Teilnehmerliste eingetragen und ich startete auf der einzigen MZ Baghira im gesamten Starterfeld. Sicherlich schon aus Gewichtsgründen nicht die optimale Maschine für das Enduro Le Touquet, aber ich wollte beweisen, dass durch eine gute Vorbereitung ein Platz im Mittelfeld möglich ist. Eine top Kondition ist natürlich Grundvoraussetzung, es gab viele Rallyefahrer, die mit leichteren Maschinen bereits in der ersten Runde wegen Erschöpfung aufgeben mussten.
Die Motorräder wurden nach der Abnahme in den „Parc fermé“, gestellt, der sich mitten in der Stadt befand. Am Sonntag konnten die Aktiven eine halbe Stunde vor dem Start wieder an die Maschine. Der mit Bauzäunen abgesperrte Parc fermé, wurde von den Fahrern regelrecht erstürmt, die Organisatoren hatten keine Chance, die verrückte Meute aufzuhalten, geschweige denn in den Griff zu bekommen. Im Konvoi ging es zum Strand, dem Standort. Auf dem 2 km langen Weg durch die Innenstadt wurden schon blutigste Positionskämpfe ausgetragen, jeder wollte am Start vorn sein.
Das Rennen ging über drei Stunden und einen 16,5 km langen Rundkurs, davon 7 km Strandgerade, der Rest im Hinterland. Der Boden bestand ausnahmslos aus sehr weichem, tiefem und zerfurchtem Sand. Die größten Schwierigkeiten lagen allerdings in der hohen Teilnehmerzahl und dem Massenstart, dadurch kamen viele Rallyefahrer zu Sturz. Es war eine extreme physische Belastung, mein Motorrad durch den Sand zu wuchten, der Hersteller gibt das Seriengewicht mit immerhin 174 kg an. Ich bin bekannt für gute Vorbereitung, bekannt ist aber auch, dass beim Rennen alles anders kommen kann und meist das kaputt geht, was man am wenigsten vermutet hat. Schon in der ersten Runde hing der Gasschieber des Vergasers auf Halbgas fest und ich konnte das Gas nicht mehr zumachen. Ich dachte, es ist ja immerhin ein Rennen, aber ist trotzdem schlechtes Fahren. Zudem hatte ich in der 3. Runde einen Reifenschaden, den ich reparieren musste. Das kostete mich ca. eine halbe Stunde wertvolle Zeit.
Am Ende lag ich auf dem 614. Gesamtplatz und auf dem 18. Klassenplatz. In dieser Klasse für Viertaktmotorräder über 400 ccm traten insgesamt 58 Rallyefahrer an den Start. Viele schreckt das hohe Gewicht eines grossen Viertakt-Eintopfes ab, somit bleibt diese Klasse ganz bestimmten Leuten vorbehalten, eben den Verrücktesten unter den Verrückten! Übrigens, die Franzosen lieben den Motorsport und verstehen es, sorgfältig geplante Feste zu feiern. Die Zuschauerzahl ließ sich nur erahnen. Der Stau ging am Abreisetag bis weit in die Nacht hinein und noch 50 km außerhalb der Stadt ging der Verkehr nur zähfließend.


September 2002 - Freie Presse schreibt ...

Kampf mit russischem Asphalt aufgenommen

Extremsportler Jens Fritzsch drittbester deutscher Teilnehmer bei "Master Rallye"
Stollberg. "Was ich tagsüber nicht zerstöre, muss abends nicht repariert werden", beschreibt Fritzsch seinen täglichen Hauptgedanken an den Tagen und Nächten der Master Rallye. Diese führte ihn vom 2. Bis 11. August quer durch Russland und ist eine Langstreckenrallye-Weltmeisterschaft. Insgesamt 5153 Kilometer anspruchsvollste Strecke von St. Petersburg mit Ziel Novorusisk am Schwarzen Meer hat er mit seiner eigens dafür präparierten Honda XR 650 R zurückgelegt. Ihn reizt es immer wieder Kontinente und Gegenden abseits der Zivilisation zu durchfahren, die den meisten Touristen vorbehalten bleiben Insgesamt erreichte Fritzsch den 23. Platz und ist damit drittbester deutscher Motorradpilot von 37 Startern in dieser Kategorie. Für ihn als Einzelkämpfer ein achtbares Ergebnis.
Die einzelnen Streckenabschnitte gestalteten sich für alle Beteiligten schwieriger als geplant. Die Route wurde vom Veranstalter bereits ein halbes Jahr im voraus erstellt. Durch das Hochwasser in Russland stiegen die Flusspegel, und Straßen wurden zu gefährlich glatten Pisten. Damit hatte im Vorfeld keiner gerechnet. "Durch den hohen Wasserstand mancher Flüsse musste ich vom Motorrad absteigen und es mit eigener Muskelkraft durch die Fluten an das andere Ufer schieben, ohne selbst dabei unterzugehen", so der Rallyepilot. Die Kleidung trocknete überhaupt nicht mehr und es gab von früh bis spät nur noch Fahren, Reparieren, Essen und ein wenig Schlaf. Ein Teilstück der Strecke musste annulliert werden. Diese sei für die betroffenen Anwohner wie auch für die Rallyefahrer einfach nicht zumutbar gewesen, berichtet Jens. Ganze Hütten waren weggeschwemmt, die Kleidungsstücke und Matratzen lagen zum Trocknen auf den Straßen. "Der Anblick war schrecklich, ebenso die traurige Nachricht über zwei tödlich verunglückte deutsche Rallyefahrer", erinnert er sich. Es ist und bleibt ein gefährlicher Sport. Die beiden Verunglückten waren erfahrene Motorsportler. "Ich habe mich frühzeitig auf die erschwerten Bedingungen eingestellt und bin keine Risiken eingegangen", beschreibt er die letzten Tage der Langstreckenrallye. Zu seiner guten Platzierung hat er viele Erfahrungswerte dazu gewonnen.
Zum Ausruhen bleibt ihm keine Zeit. Er nimmt im November am "Dessert Cup" in Jordanien teil. Das bedeutet 168 Kilometer Laufen durch Wüsten und Gebirge. (MA)


August 2002 - Freie Presse schreibt ...

Stollberger Extremsportler Jens Fritzsch ist bei Master-Rallye in Russland am Start

Von Mandy Wagner ...Stollberg. Seit Sonntagabend ist J. Fritzsch unterwegs nach Russland. Der 33-jährige Extremsportler reiht sich dort in das Teilnehmerfeld der Master Rallye 2002 vom 1. bis 11. August ein.
Diese Langstreckenrallye gibt es seit 1992 und trägt den Namen des Hauptsponsors "Master", einem großen russischen Konzern. "Ich fühle mich fit und bin gut vorbereitet", zeigt sich der Profi zuversichtlich. Als Vorbereitung habe er unter anderem am London Marathon und der Rallye Baja Italia teilgenommen.
Bereits ein dreiviertel Jahr im voraus müssen sich die Rallyefahrer anmelden und ihre Startgelder begleichen. Das Visum zu bekommen, sei auch nicht einfach gewesen, erzählt der Stollberger kopfschüttelnd. Einen halben Offenbarungseid habe er dafür leisten müssen. "Letztendlich ist und bleibt der Weg das Ziel", sagt der Rallyefahrer. Er weiß, wovon er spricht, denn Langstreckenrallye von elf Tagen mit bis zu 800 KM pro Tag zehren an Mensch und Maschine. "Eine Kaffeefahrt wird das Ganze mit Sicherheit nicht werden".
Gestartet wird in St. Petersburg in Richtung Wolgograd mit Endziel Anapa am Schwarzen Meer. In diesem Jahr wird Jens die zirka 6000-Kilometer-Strecke auf einer Honda XR 650 R absolvieren. "Es gibt neue Konstruktionen am Cockpit und optische Verbesserungen." Auf professionelles Auftreten legt er schließlich Wert.
Das Terrain, welches von den voraussichtlich 36 Startern verschiedenster Nationalitäten durchfahren wird, liegt abseits jeglicher Zivilisation und wird allein schon durch das Streckenprofil und verschiedene Untergründe einem WM-Lauf gerecht. In diesem Jahr sind insgesamt neun deutsche Rallyefahrer am Start. Soviel waren es noch nie gewesen. Bis auf drei Rallyefahrer werden alle anderen von einem Team begleitet. Das bedeutet für den Stollberg, "dass ich wie immer Rallyefahrer, Navigator und Mechaniker in einer Person sein werde".
Einen Teil Russlands zu durchqueren sei auch für Fritzsch "Neuland". Er rechne mit vielen schlammigen Abschnitten entlang der Wolga und im Süden mit Steppen und Halbwüsten. "Ich werde mich einfach überraschen lassen."
Die Nächte zwischen den einzelnen Etappen verbringe er nach wie vor unter dem Motorrad. "Dann verschwindet auch nichts auf Nimmerwiedersehen", hofft Fritzsch und denkt an die Langfinger, die bei ihm einmal fündig wurden. In den frühen Morgenstunden habe er sich kurz entfernt, um sich am schwarzen Brett über die aktuellen Startzeiten zu informieren. "Als ich zurück kam, war mein Schlafsack weg", erinnert er sich.
Letztendlich zählt für J. Fritzsch die sportliche Leistung. So ist zu hoffen, dass ihm die Startnummer 19 Glück bringt und eine gute Platzierung beschert.


September 2002 - Top Speed schreibt ...

Masterrallye - 6. Lauf zur Langstreckenrallye Weltmeisterschaft vom 02. - 11. August 2002

Text: Jens Fritzsch Der Startschuss zur diesjährigen Master Rallye wurde in St. Petersburg gegeben. Master ist ein großer russischer Konzern und Hauptsponsor der Langstreckenrallye . So ist es auch nicht verwunderlich, dass es trotz der jährlich wechselnden Routen immer wieder von Europa in Richtung Osten geht. Die Streckenlänge der Rallye betrug 5.153 Km bei wechelnden Untergründen. Hinzu kam die Anreise nach St. Petersburg von Rostock nach Hanko (Finnland). Von dort ging es dann per Achse 600 Km bei hochsommerlichem Wetter an die Grenze nach Russland. Unendlich lange dauerten die Formalitäten, ehe ich endlich einreisen durfte. Die nächsten zwei Tage standen im Zeichen der technischen und administrativen Abnahme. Es hatten sich bei den Motorrädern 37 Rallyefahrer in die Starterliste eingeschrieben. Bei den Quadfahrern waren es zwei Verrückte, die es unbedingt wissen wollten. Außerdem waren 50 Autos und 5 Renn-Trucks.
Ich war gut vorbereitet. Meine Honda XR 650 R ist speziell für dieses Rennen präpariert worden. Endlich ging es los, aber es regnete. Das sollte sich auch bis ins Ziel, dass 10 Tage entfernt lag, nicht ändern. Aber ein Langstreckenrallye Fahrer ist eben nicht so leicht zu schockieren. Was das Streckenprofil betrifft wurde es einer Rallye mit WM Status gerecht. Die ersten Tage waren durchwachsen. Durch den Wald entlang von Sandpisten, aber auch sehr schnelle Hochgeschwindigkeitspisten, jedoch immer wieder mit Regen verbunden. Und kam das Wasser nicht von oben, dann hatten wir von unten reichlich davon. Die vom Veranstalter erstellte Route, unser sog. Roadbook, wurde vor etwa einem halben Jahr erstellt. Damals waren die Flüsse, die es zu durchqueren galt, bestimmt mit Motorkraft zu bewältigen. Mittlerweile gab es soviel von diesem nassen Medium, dass nur noch Muskelkraft half, um derartige Hindernisse zu überwinden. Alternativen gab es keine. Die Sonderprüfung pro Tag betrug zwischen 360 und 420 Km. Am Start des vierten Tages verwandelten sich staubtrockene Pisten in aalglatte Rutschpartien. Jeder Rallyefahrer wünschte sich, jetzt statt des legendären Dessert Rallye-Reifens einen Moto Gross-Pneu auf den Felgen zu haben, denn es ging fast nichts mehr. Die Langstreckenrallye wurde durch die Nässe immer anspruchsvoller und kräfteraubender. Da ich Fahrer, Navigator und Mechaniker in einer Person war, hieß es bei der Ankunft im allabendlichen Biwak, sich der alten Rallyeregel zu bedienen: "Zuerst das Motorrad - dann der Mensch".
Doch meist waren es nur obligatorische Wartungsarbeiten. Luftfilter, Ölwechsel, Kühlwasser, Speichen, Kette, Ritzel, Radlager und Kleinkram mussten kontrolliert bzw. getauscht werden. Außerdem lebt wohl jeder Rallyefahrer, der kein eigenes Serviceteam dabei hat, mit dem Gedanken: "Was ich tagsüber nicht zerstöre, muss abends nicht repariert werden". Außerdem musste man jeden Abend das Roadbook und die Navigation im GPS fertig machen. Bevor es dann endlich ins große Zelt zum Essen ging, war es meist sehr spät. Meist kam man nicht vor Mitternacht zum Schlafen. Ich schlief beispielsweise unter einem Service-LKW. Bei so einer Langstreckenrallye muss man improvisieren. Um 5.30 Uhr musste man dann schon wieder hoch und dann rein in die nassen Klamotten, denn über Nacht hat nichts mehr getrocknet. Schon wieder stand ein langer Tag mit vielen Überraschungen an. Ich wusste nicht mehr, welchen Wochentag wir hatten, aber das war auch egal. Es gab seit Tagen nur noch Fahren, Reparieren, Essen und Schlafen. Es war verrückt, man hat sich nur noch darauf konzentriert. Seit wir am 02. August St. Petersburg verlassen hatten, gab es nur noch Einöde und unendliche Weite - Russland eben. Der Rallyetross näherte sich dem Kaspischen Meer. Alle hofften auf besseres Wetter, aber umsonst. Der Rallyegott wollte es uns diesmal besonders schwer machen. Ab dem siebten Tag gab es die ersten Ermüdungserscheinungen bei den Piloten. Jetzt hieß es, keinen Konzentrationsfehler zu machen.
Das Ende der Langstreckenrallye sahen 9 Motorradpiloten nicht. Die medizinische Versorgung war super organisiert. Es waren drei russische Mi 8-Hubschrauber ständig im Einsatz, die der französische Renndirektor René Metge gechartert hatte. Am vorletzten Tag musste dann ein Stück der Rallyepiste neutralisiert werden, weil dieses durch ein Hochwassergebiet geführt hatte. Zwar war das Wasser schon wieder zurückgegangen, aber das Orga-Team und auch die Fahrer waren der Meinung, dass man den Teilnehmern das nicht zumuten konnte. Ganze Hütten waren weggeschwemmt. Matratzen und Kleidungsstücke lagen zum Trocknen auf der Straße. Das war ein schrecklicher Anblick, genau wie die Mitteilung zum allabendlichen Briefing, dass die Lkw-Besatzung mit Horst Godel und Georg Haug tödlich verunglückte - beide zwei erfahrene deutsche Rallyefahrer.
Dass der Rallyesport eine gefährliche Art ist, Motorsport zu betreiben, ist mir klar, aber mich reizt auch immer wieder das Durchfahren von Regionen auf unserer Erde, die den meisten Touristen vorbehalten bleiben. Das Ziel heißt Novorusisk, welches wir bei strahlendem Sonnenschein erreichten. Es war wie verhext. Der 23. Platz war für mich als Privatier realistisch. Bei den Autos gewann J. L. Schlesser im Buggy in gewohnter Manier. Bei den Lkw holten sich die Russen auf Kamaz den Heimsieg. Es hat Spaß gemacht, durch Russland zu fahren, wenngleich ich die afrikanischen Rallyes mehr liebe, von denen ich sicher noch einige fahren werde.


Dezember 2002 - BLICK schreibt ...

168 Kilometer zu Fuß durch die Wüste Jordaniens

(EB). "Desert Cap" heißt der Ultramarathon an dem sich weltweit 237 Teilnehmer in die Startliste eingeschreiben haben und der Anfang November stattfand. Es handelt sich bei diesem Wettkampf um einen Non-Stop Lauf quer durch die Wüste von Jordanien, an dem nur Läufer teilnehmen dürfen, die über eine Top-Kondition verfügen sowie dem Veranstalter und Rennarzt ein einwandfreies EKG vorweisen können. Der Startort war der bedeutenste nationale Schatz Jordaniens, die faszinierende rosarote Stadt Petra, heute ein UNESCO Weltkulturerbe. Der Stollberger Estremsportler Jens Fritzsch war Teilnehmer des Cups: "Nachdem der Startschuss fiel, mussten wir Läufer zunächst durch eine enge Wüstenschlucht. Anschließend ging es über 65 Kilometer Gebirgspisten, die dann noch 100 Kilometer lockeren tiefen Wüstensand bot. Der Lauf war in Eigenverpflegung zu absolvieren. Auf den 168 Kilometern habe ich 20 Tausend Kilokalorien Nahrung aufgenommen und 40 Liter Wasser getrunken. Das Wasser war das Einzige, was die Läufer nicht selbst tragen mussten. Alle 15 Kilometer befand sich ein Kontrollpunkt, wo das rationierte Wasser ausgegeben wurde. Unsere Notausrüstung bestand aus einem Kompass, Signalspiegel, Signalpfeife, Schlangenbiss-Set, einer Leuchtrakete, Rettungsdecke, Taschenlampe und 200 Kcal Nahrung sowie 1 Liter Wasser, was vor dem Start verplombt wurde und als Notreserve vorbehalten war. Jeder Teilnehmer, der das Ziel erreichte, wurde sofort kontrolliert, nur wenn alles unversehrt war, gab es eine Wertung.
Doch der Weg war hart und lang. Ich benötigte für diese 168-Kilometer-Tortour 52 Stunden und 52 Minuten ohne nur einmal anzuhalten. In der zweiten Nacht machten außerdem die Batterien meiner Lampe schlapp, obwohl ich Reservebatterien dabei hatte. Unterwegs bin ich ab Kilometer 20 auf keinen anderen Teilnehmer mehr gestoßen, das Land ist groß und das Teilnehmerumfeld zieht sich. An einem Kontrollpunkt habe ich erfahren, dass mittlerweile 29 Läufer ausgeflogen werden mussten und dabei hatten wir gerade mal die Hälfte der Strecke hinter uns. Das Gepäck auf dem Rücken, nachts 5 bis 8°C und tagsüber im Glutofen, der nicht enden wollende Sand und die Schmerzen an den Füßen zehrten langsam auch an der Substanz von Wüstenfüchsen. Das größte Problem war jedoch nachts in einem Gelände zu laufen, was man noch nicht einmal bei Tag gesehen hat, und es gab keinen Mond.
Des öfteren geriet ich ins Straucheln, was viel Kraft kostete. Insgesamt war es wieder ein "Schwerstvergnügen", wie ich es brauche. Es war ein tolles Erlebnis durch die Wüste Jordaniens zu laufen, denn keine Wüste ist gleich und jede hat ihre ganz speziellen Reize. Im März 2003 steht ein 350 Kilometer Marathon in Neapel an, bei dem es bis zu einer Höhe von 5.600 Metern geht. Die vorbereitungen laufen bereits"


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